In der Vergangenheit (2006 im Tschad, 2011 in Haiti) ist es von Seiten einiger Oxfam-Mitarbeiter zu schlimmen Fällen sexueller Ausbeutung gekommen. Weitere Vorfälle werden derzeit von Oxfam untersucht. Sexuelle Ausbeutung ist immer ein Verbrechen.

Warum unterstütze ich Oxfam immer noch, - auch in Zukunft, - und jetzt erst recht?

Oxfam leistet seit vielen Jahren Hervorragendes auf verschiedenen Arbeitsfeldern:

  • Politische Kampagnenarbeit

    Dabei packt Oxfam auch die ganz heißen Themen an wie Steuervermeidung von Großkonzernen, Verantwortung deutscher Unternehmen (wie z. B. Lidl) für die Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltschutz-Standards, und vor allem auch die Klimapolitik, die in einer eventuellen großen Koalition zur Farce zu verkommen droht! („Wir schaffen das nicht!“)

  • Nachhaltige Entwicklungshilfe

    Zahlreiche effektive und intelligente Projekte in Kooperation mit Partner-Organisationen. Effektiv sind diese Projekte nicht zuletzt auch durch die gezielte Förderung von Frauen in den betroffenen Ländern.

  • Schnelle und effektive Katastrophen-Hilfe

    Rasche Versorgung der Bevölkerung in von Naturkatastrophen und Bürgerkriegen heimgesuchten Gegenden, z. B. mit Nahrung, Trinkwasser, Medikamenten etc.

Diese wichtige und wertvolle Arbeit darf nicht beschädigt werden durch das Fehlverhalten Einzelner.

Würden wir nun Oxfam in selbstgerechter Empörung unsere Unterstützung entziehen, dann bestraften wir damit nicht die Täter, sondern die vielen Mitarbeiter von Oxfam, die Großartiges leisten für eine gerechtere Welt, - sowie die Menschen, die unsere Hilfe so dringend benötigen: die Notleidenden, denen Oxfam zur Seite steht.

Sexuelle Ausbeutung ist kein Oxfam-spezifisches Problem!

Das Bekenntnis anderer Hilfsorganisationen (darunter auch eine so renommierte Organisation wie Ärzte ohne Grenzen, die übrigens auch großartige Arbeit leistet!), dass es auch in ihren Reihen Fälle sexueller Ausbeutung gegeben hat, zeigt, dass es sich hierbei nicht um ein Oxfam-spezifisches sondern um ein allgemein-menschliches Problem handelt. Solche Dinge passieren – leider! - in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppierungen, sei es in Sportvereinen, Schulen, Firmen, in der Filmindustrie (siehe #MeToo), in den Kirchen und auch in Familien. Das macht die Vorfälle nicht besser, sollte aber deutlich machen, dass eine Empörung, die sich auf eine einzelne Organisation fokussiert, nicht konstruktiv ist.

Was muss man von einer Organisation erwarten, in der Fälle sexueller Ausbeutung vorgekommen sind?

  • Übernahme der Verantwortung

  • Gründliche Aufarbeitung der Vorfälle

  • Umfassende präventive Maßnahmen, damit sich so etwas (hoffentlich) in Zukunft nie wiederholt

All dies wurde und wird von Oxfam gründlich bearbeitet!

Reichliche Informationen dazu, Stellungnahmen zu den Vorwürfen, Aktionsplan für die Zukunft auf www.oxfam.de

Deshalb werde ich auch in Zukunft Oxfam bei der Arbeit für eine gerechtere Welt ohne Hunger und Armut unterstützen, und deshalb wird von November 2018 bis Februar 2019 meine dritte Benefizkonzert-Reihe für Oxfam stattfinden.

Roland Vossebrecker, Februar 2018

Aktuelles

Bildungsreise Lodz (Getto Litzmannstadt, Vernichtungslager Kulmhof):

31.8. - 4.9.2018

ausgebucht!

2019 wird diese Reise voraussichtlich vom 30.8. bis zum 3.9. stattfinden.

 

Bildungsreise

Annäherung an Auschwitz 2019:

10. - 14. Mai

 

siehe unter:

Holocaust Bildungsarbeit